Kosovo

Über die Berge im Süden von Serbien gelangen wir in das jüngste Land Europas. Zwischen Aufbruch und Trauma lernen wir die Menschen hier kennen und lieben. Die eigene Identität zu finden ist ein langer Prozess. Unsere Erlebnisse mit Bildern und Fakten untermauert findest du hier.


Etappenübersicht / Tagebuch

Newborn – 199km


14. Oktober – Etappe von Vitia nach Kaçanik

Über Kabash, Smire, Gushice, Begrace, Vjeter und Runjeve

In Vitia bekommen wir noch einen Kaffee bevor der Strom ausfäll. Glück gehabt. Danach geht es für mich zu Fuss allein weiter, während Maria mit dem Bus über Umwege zum Etappenziel fährt. Ich verlasse die Stadt in der Ebene und steuer direkt auf die Berge zu. In einem kleinen Ort komme ich mit einem Shopbesitzer ins Gespräch der sich zunächst schüchtern versteckt hat, aber nach meiner Begrüssung zutraulich wurde. Mit der Hilfe seiner kleinen Jungs (7 Jahre?) bei manchen Worten die er nicht wusste entstand ein kurzer schöner Austausch. Über ein paar Strassen gelange ich in den Ort Smire, in dessen Zentrum mich einige Kosovaren bitten mich zu ihnen zu setzen ins Kaffee. Blerim konnte Deutsch und so war er der Übersetzer für viele Fragen. Die Menschen waren sichtlich angetan, dass ich mir Zeit für sie nehme. Diese Beobachtung hatte ich schon häufig gemacht, meine Presänz ist ihnen Geschenk genug. Eine ganze Weile redeten wir über meine Reise und das Leben im Kosovo. Einer der Männer (der Alpha-Typ) wollte noch meinen Rucksack tragen und so übergab ich ihn meine Montur. (Rucksack, Mütze, Stab). Ich hatte den Eindruck, dass er gerne mitgekommen wäre, aber die Menschen in diesem Teil des Balkan haben keine Visa und kommen darum nur schwer aus dem Land heraus, es sei denn sie beantragen es Monate zuvor. Welch einen Luxus wir in Mitteleuropa haben, wird mir wieder bewusst. Irgendwann kann ich mich doch loseisen und gehe über kleine Strassen an Feldern vorbei in den nächsten Ort. Von da an schlängelt sich der Weg immer wieder auf und ab durch kleine Ortschaften. Die Menschen Grüssen freundlich und die Moscheen geben dem Anblick ihre Würde und Ausstrahlung. An einer Stelle verliert sich der Weg und ich gehe auf Gleisen einen Kilometer lang in ein kleines Tal. Sehr eng wirkt es wieder und es ist jedes Mal spannend zu sehen hinter welcher Schlaufe ich dann doch wieder einen Weg hinaus finde. Eongefärcht zwischen Bergen erreiche ich die langgezogene Stadt Kaçanik. Dort treffe ich auf Maria, die sich bereits nach einem Zeltplatz umgesehen hat. Es ist schwierig in dem engen Tal, so gehen wir noch zwei Kilometer weiter um auf einer Wiese am Hang einen Platz zu finden. Es soll eine verrückte letzte Nacht im Kosovo werden. Das Gras ist weich und grün, eher eine Seltenheit hier in dieser Gegend die eher vertrocknete Weiden hat. Als das Zelt steht und es dunkel wird hören wir das zarte plätschern eines Baches in der Nähe. Als wir noch einmal aufs WC wollen eine halbe Stunde später tapse ich in knöcheltiefes Wasser direkt vor dem Zelt. Als ich hinaus gehe, merken wir, dass es die ganze Wiese geflutet hat. Nur unser Zelt war dicht und innen trocken. Doch was nun? Die Wiese war eingekesselt aus Gestrüpp und einem Haufen Holz über den wir beim betreten geklettert sind. Alles zusammenpacken war ohne das Zelt zu fluten nicht denkbar, wo sollten wir sonst schlafen. Also räumten wir alles aus dem Innern notdürftig in den Rucksack von Maria, meiner lag draussen und war geflutet und hievten es über den Zaun aus Ästen. Danach machte ich die Leinen los und schwamm mit „Noah“ wie wir unser Zelt seit dem Moment nennen, zum Ästewall und hieven auch das hinüber. Danach gehen wir auf ein Feld was höher gelegen ist und versuchen es noch einmal mit dem einrichten in unserer Arche. Wohlgemerkt passiert das alles meinerseits in Unterhose, da nicht soo viel Zeit zum Nachdenken blieb. Der Rest der Nacht war trocken. Ein Wunder, dass wir nicht abgesoffen sind. Ein echt witzige Verabschiedung vom Kosovo. Denn am kommenden Tag geht es nach Mazedonien.

Etappe: 28km / Schritte: 50 400 / Höhenmeter: 170m + 100m bergauf und 140m und 80m hinunter

 

Herrliche Dörfer

Freundliche und interessierte Menschen

Bruder

In Kaçanik angekommen

 


13. Oktober – Etappe von Letnice nach Vitia

Über Vrbovac und Ramnishte

Die Schwestern machen uns noch ein Frühstück bevor wir uns gestärkt auf den Weg machen. Wir sind sehr geschlaucht vom Pilgern und spüren gleich, dass es auch heute nicht weit geht. Wir gehen ein Stück das Tal zurück von dem wir am Tag zuvor gekommen sind und folgen nicht mehr dem Jerusalemway um über eine Strasse nach Vrbovac zu kommen. Zuvor entdecken wir ein Kaffee im Nirgendwo und geniessen einen Kaffee Americano, denn man in unseren Breitengraden wohl Kaffee Creme nennen würde. Den dürfen wir mal wieder nicht bezahlen. Diese Gastfreundschaft ist mir wirklich ein Rätsel. Die Menschen hier haben wenig und geben mir, der ich doch alles habe, immer wieder etwas geschenkt. Wahnsinn. Es ist warm und wenig später setzen wir uns in den Schatten einer Tankstelle. Dort werden wir von einem netten älteren Herren angesprochen und wie üblich interessiert ausgefragt. Er wollte uns noch mitnehmen, was wir dennoch ablehnen. Zwischen Ramnishte und Vitia gehen wir an einem neu errichteten Reihenhaus vorbei wo wir auf Sadik treffen. Er hat 13 Jahre in Frankfurt gelebt und kann sehr gut deutsch sprechen. Er lädt uns auf einen Kaffee in seinen Garten ein und kurze Zeit später sitzen wir bei ihm auf der Terrasse. Er berichtet uns seine bewegende Geschichte, wie er sich mit 60 Mark und keinem Wort Deutsch auf den Weg nach Deutschland macht, um einige Jahre später in den Kosovo zurück zu kehren. Es war beide Male ein Kulturschock und jedes Mal hat er sich von Null etwas aufgebaut. Es war eine beeindruckende Geschichte, die mir zeigt, das Neuanfänge, gezwungen oder nicht, harte Arbeit sind. Nach einem sehr ausgiebigen Gespräch geht es später für uns weiter in die Stadt Vitia. Eine Kleinstadt mit vielen Geschäften und Kaffees. Wir erkundigen uns in einem nach einer Übernachtungsmöglichkeit im Ort und bekommen einen Tipp. Nach dem Bezahlen fährt uns der Besitzer des Restaurants persönlich in das Motel, verhandelt den Preis und fragt mehrfach ob es gut für uns ist. Ein klasse Service. Nach dem Bezug des Zimmers, gehen wir am Abend wieder in das Restaurant und essen dort etwas. Der Besitzer begrüsst uns und vergewissert sich, das alles in Ordnung ist. Wir sollten echt mit jedem Menschen so bemüht umgehen, wie die Menschen hier, mit uns.

Etappe: 14km / Schritte: 25 200 / Höhenmeter: 140m abwärts

Ebene und die Berge hinter uns vor Vitia

 

Sadik und wir

 

Vitia am Abend


12. Oktober – Etappe von Remnik nach Letnice

Über Stublle

Der Morgen begann mit einem ebenso schönen Sonnenaufgang wieder Untergang am Abend zuvor. Wir packen das Zelt ein, trocknen es zuvor sehr lang und starten. Es geht gleich weiter hinauf über einen Pfad durch den Wald. Ein paar Bauern wollen uns mit dem Traktor mit nach oben nehmen, was wir dankend ablehnen. Nach dem Aufstieg wird uns die Sicht frei gemacht in ein kleines Tal an dessen Gegenseite der Stublle thront, mit der Kirche. Wir gehen nach einer Pause hinab bis zu einem Bach um dann wieder alles hinauf zu gehen um in den Ort zu kommen. Er wirkte sehr gut erhalten mit den Orten verglichen, die wir die letzten Tage so gesehen haben. In einem Restaurant mit riesiger Terrasse machen wir Rast und essen uns so richtig satt. Die letzten Tage waren essenstechnisch nicht so üppig und die Preise hier gering, darum bestellen wir viel zu viel, aber essen fast alles auf. Kugelrund geht es nach unten in den Shop wo wir noch Wasser kaufen. Dort treffen wir auf Maria. Sie wohnt im Kanton Aargau in der Schweiz und ist hier geboren. Ihre Eltern wohnen hier und so ist sie nach einiger Zeit wieder zu Besuch. Es entsteht ein herzerfrischendes Gespräch, in dem wir mal wieder Schwiizer-dütsch hören. Der Ort Stublle ist der einzige Ort im Kosovo der rein katholisch ist. Ein paar Stunden später hören wir im Zielort eine Schwester sagen, dass man Stubble auch „das Schweizer Dorf“ nennt, weil die Eidgenossenschaft hier viel investiert und auch viele der Bewohner gute Kontakte zu Leuten in der Schweiz haben. Nach der schönen Begegnung gehen wir weiter hinab in ein Tal und schlängeln uns auf einer Strasse an einigen Hügeln vorbei. Es ist ruhig und bewaldet hier unten. Der Bach „Letnice“ macht den romantischen Anblick perfekt, er plätschert neben uns und hat eine beruhigende Wirkung. Die ersten Häuser von Letnice sind verfallen, und auch als wir weiter gehen wird der Eindruck nicht viel besser. Einzig die Wallfahrtskirche thront gut saniert, wie eine kleine Festung über dem Ort. Hier hat Mutter Teresa auf ihrer Pilgefahrt von Skopje hierher, ihre Berufung gefunden. Darum war ich sehr interessiert an diesem Ort. Man hat uns gesagt, dass der Priester hier, gern Pilger aufnimmt, so gehen wir zu Kirche und fragen Menschen die wir treffen nach einer Übernachtung. Zunächst erlaubt man uns im Kirchenareal zu Zelten, doch man muss das noch mit dem Priester besprechen, der war noch unterwegs. 17uhr begann die Messe, bei der ich teilnehme, danach wollte ich den Priester ansprechen. Doch der kam nach der Messe nicht raus. Es wurde schon Dunkel und einige Nonnen und der Priester hielten eine Zeremonie von der ich nichts verstand. Es wurde kalt, doch irgendwann kamen die Schwestern und der Geistliche heraus. Dann stellten wir fest, das er Gastpater war und auch nur zu Besuch war, zum Glück erbarmen sich die Schwestern unser und wir dürfen in einem Zimmer ihres Hauses nächtigen. Es wurde schnell, geputzt, die Apfelkisten beiseite geräumt, und Matratzen geholt. Schwester Teresa war sehr bemüht und neugierig und konnte ein wenig Englisch. So konnten wir diese Nacht innen schlafen und waren der Kälte nicht ausgesetzt. Ein Dank an die Schwestern aus Letnice.

Etappe: 10km / Schritte: 18 000 / Höhenmeter: 200m aufwärts und 180m abwärts

Sonnenaufgang in Remnik

 

Stublle mit der Kirche

 

Marias aus der Schweiz und ich

 

Weg nach Letnice

 

In Letnice angekommen

 

Wallfahrtskirche


11. Oktober – Etappe von Pones nach Remnik

Über Gumniste, Cernice, Partes und Brudrike

Das Zelt war am Morgen trocken. Eine echte Freude, denn oft ist es durch feuchte Nachtluft und Kondensation nass oder feucht am Morgen, was einen Trocken-Prozess mit sich bringt. Also ging es schnell und wir waren wieder unterwegs. Durch einen Eichenwald, dessen Bäume maximal 2m hoch waren kommen wir nach Gumniste. Dort folgen wir einem Tal das wieder breiter wird bis nach Cernice, wo wir endlich wieder einen Kaffee bekommen. Die zwei Tage zuvor war das nicht möglich. Nach der längeren Pause ging es durch flaches Gebiet und an geernteten Feldern vor bei in das Dorf Partes, was wieder durch eine orthodoxe Kirche auffällt. Nach einer Pause dort folgen wir einer Hauptverkehrsstrasse bis nach Brudrike. Es ist weiterhin flach als wir in diesem Ort wieder in ruhigere Gefilde verlassen. Immer wieder beobachten wir immer wieder junge und alte Viehtreiber die, Kühe, Schafe oder Ziegen an bestimmte Orte führen. Die ganze Ebene scheit als Weide genutzt zu werden, ohne Zäune. Ein paar Kinder die vor einer Moschee spielen versuchen es mit „How are you?“ und „Where do you come from?“, danach hörten ihre Kenntnisse auf. In Remnik kaufen wir etwas ein bevor es durch den Ort einen langersehnten Aufstieg gibt. Er führt uns am Hang des kleinen Tales auf einen Bergkamm. Dort haben wir einen traumhaften Blick auf Remnik und auf der anderen Seite Richtung Somnenuntergang und einem anderen Ort. Dort bleiben wir, schlagen das Zelt auf und geniessen den Sonnenuntergang. Die Nacht wird sehr kalt mit einem stark scheinendem Mond.

Etappe: 18km / Schritte: 32 400 / Höhenmeter: 115m abwärts und 125m hinauf

Das Tal vor Cernice

Kirche in Partes

 

Remnik

 

Rauf aus dem Ort

 

Sonnenuntergang am Abend

 


10. Oktober – Etappe von Janjevo nach Pones

Über Akllap, Smajilovci und Verbice

Am Tag zuvor haben wir uns kräftig eingedeckt mit Wasser, das war auch gut so, denn der heutige Tag bietet keine Möglichkeit etwas zu kaufen bis wir den Zielort erreichen. Den Pfad, denn wir gestern eingeschlagen haben folgen wir heute weiter. Er ist mit groben Steinen gefestigt und sehr uneben. Dazu geht es zunächst ein paar Mal auf und ab bis wir in Akllap ankommen. Der kleine Ort mit Moschee sollte war am Beginn eines enger werdenden Tales. Wir gehen der Talsohle folgend immer weiter und passieren ein verlassenes Dorf, was irgendwie ein eigenartiges Gefühl war. Danach gehen wir einen steilen Anstieg hinauf der sich über drei Kilometer hinzieht. Am oberen Punkt war ein muslimischer kleiner Friedhof an dessem Rand wir Rast machen. Kaum haben wir es uns gemütlich gemacht, kommt ein Pferd voll beladen mit Holz auf uns zu. Dahinter ein Mann mittleren Alters mit der Kettensäge in der Hand. Das Pferd sieht wohl nicht so häufig fremde Menschen und hat sichtbar Angst vor uns und auch der Mann wirkt reichlich irritiert. Nach dem Abladen des Holzes schwingt er sich auf das Ross im Damensitz und gallopiert von dannen. Wenig später kommt ein älterer Dorfbewohner mit zehn Kühen vorbei, die er mit vielen Worten und einem Lächeln ins Tal treibt. Wenig später folgen wir den beiden in das kleine Tal, in dem wohl nur die beiden wohnen, denn auch hier sind von fünf Häusern nur eins wirklich brauchbar. Als wir dieses idyllische Tal verlassen haben wir das erste Mal eine Begegnung mit einer etwas grösseren Schlange. Ich nehme an, es war eine Otter, vor der wir bereits in Österreich gewarnt worden sind. Schwarz mit einem gelben Rautemuster, würde ich sagen passt. Doch diese war genauso erschrocken wie wir und sofort wieder weg. Danach folgte eine weitreichender Abstieg bis zu dem Ort Smajilovci, wo eine Strasse im Bau ist und der wir nun wieder folgen. Nach dem unebenen Weg eine echte Wohltat für die Füsse. Der Schotter war platt gewalzt aber der Asphalt lag noch nicht. Die Strasse führte wieder stetig Bergauf. Bei einer Pause trafen wir einen freundlichen Kosovovaren mit dem wir uns etwas austauschen. Er konnte etwas Deutsch sprechen, doch seine Rolle beim Bau der Strasse war uns bis zuletzt ein Rätsel. Abgesehen von allen Autos ansprechen hat er nichts gemacht, während wir da waren. Als wir den Ort Verbice erreichen verläuft der Weg endlich asphaltiert durch einen Steinbruch. Wir sehen Pones schon sehr früh, doch die Strassenführung erlaubt nur eine Annäherung mit einem weiten Bogen. Runter und zum Schluss wieder hinauf in den Ort waren der krönende Abschluss dieser Etappe. Oben im Dorf sind wir froh einen kleinen Laden in der Nähe der Moschee zu finden. Der wird geplündert und unter interessierten Blicken der Kinder des Dorfes verlassen wir dieses im auf einem Feld, wenige Kilometer weiter uns zur Ruhe zu betten. Mit weniger Sicht, aber gut geschützt geht es ins Bett.

Etappe: 24km / Schritte: 43 200 / Höhenmeter: 250m + 2x 110m hinauf und 60m + 130m + 340m hinab

Morgenstund hinter Janjevo

 

Emsiger Holzfäller

 

Von einem Tal ins nächste

 

Dann kam Asphalt


9. Oktober – Etappe von Prishtina nach Janjevo

Über Ajvalija, Gracanica, Susica und Shashkoc

Wir verlassen Prishtina durch viele hoch bebaute Wohnquartiere und einem grossen Krankenhauskomplex. Danach geht es sofort hügelig Auf und Ab durch die Vororte. Es wechseln sich Moschee, Shop und Häuser ab. Es ist warm, die Sonne entwickelt in diesen Herbsttagen wieder neue Kraft. In Gracanica machen wir zunächst am Missing-Monument eine Pause, dass wie das Newborn aus Buchstaben besteht. An den Buchstaben waren Personen die seit dem Krieg vermisst werden angebracht. Ein betrüblicher Anblick. Weiter im Ort gab es ein orthodoxes Kloster, aus dem wir wieder heraus geschickt wurden, weil die Hosen zu kurz für einen Besuch waren. Danach ging es einige Kilometer Bergauf, und mit jedes Schritt wurde es ruhiger. Der Strassenlärm reduzierte sich auf ein Minimum und die Luft wurde wieder klar. Wir bekommen eine herrliche Sicht in die Ebene und die umliegenden Orte. Wir haben lange darüber nachgedacht gehabt, ob wir den Umweg über die Berge nehmen sollten der uns voraussichtlich einen Tag kostet, doch hier oben hatte es sich bereits gelohnt. Über Susica einem kleinen Bergdorf ging es für uns mit ein paar Kurven und dem Waldweg in ein kleines Tal. Unterwegs trafen wir einen Ziegenhirten der gerade seine Tiere an einen neuen Ort führte. Dann sahen wir im kleinen Tal eingeengt den Zielort Janjevo. Er hatte eine Kirche und eine Moschee in einem Ort, was ihn für mich sehr interessant macht. Doch je näher wir kommen, desto klarer wird, es herrscht grosse Armut in diesem Dorf. Jedes zweite Haus war einsturzgefährdet oder bereits eine Ruine. Die aufgeweckten Kinder wollten nach kurzer Fragerunde sofort Geld und auch auf dem Weg zur Kirche fragten uns Frauen nach Geld. Es war unheimlich und durch die enge des Tales in dem der Ort eingefärcht war, gab es kaum Möglichkeiten zum Zelten. Also schnell weiter und raus aus dem Ort. Ein paar Kilometer weiter verlassen wir das Tal über einen ausgedehnten Hang auf dessen Kopf wir mit einer super Sicht das Zelt auf einem Feld aufbauen können. Die goldene Abendsonne stimmt uns versöhnlich und wir schlafen in dieser kalten Nacht schnell ein.

Etappe: 18km / Schritte: 32 400 / Höhenmeter: 290m hinauf und 70m hinunter

Blick zurück auf Prishtina

 

Das Monument für Vermisste

 

Rauf auf den Berg

 

Janjevo


8. Oktober – Pausentag in Prishtina

Der Plan war eigentlich weiter zu laufen. Doch ich war so müde und ausgelaugt, dass wir auch in dieser Hauptstadt eine Pause machen. So lassen wir uns Zeit mit dem Frühstück und gehen dann bei herrlichem Sonnenschein durch die Stadt. Das erste Ziel war das „Newborn“ Monument. Es sind die Buchstaben aus Metall, die die Hoffnung auf ein besseres Leben in einem neugegründeten Staat symbolisieren. Sie werden jedes Jahr unter einem anderen Thema gestaltet. Dieses Jahr ging es offensichtlich um Umweltschutz. Direkt gegenüber dieser hoffnungsvollen Buchstaben der Kontrast. Heroinat ist eine Skulptur aus 20 000 Medallien, die an die geschätzten 20 000 Frauen erinnert die im Krieg misshandelt wurden, auf albanischer Seite. Die Münzen haben durch unterschiedliche Höhen die Silhouette einer Frau. Verletzung und Hoffnung nur durch eine Strasse getrennt. Danach haben wir uns die neuerrichtete katholische Kathedrale angesehen, deren Patronin Mutter Theresa ist. Eine sehr helle und schöne Kirche. Nach dem Besuch beim Barber für mich ging es wieder zum Kontrast dieser Kirche. Im Park nicht weit der Kathedrale verrottet eine angefangene, aber nie beendete orthodoxe Kirche. Für mich ein Sinnbild für den Glauben, von dem wir gefallen sind. Neben den gut sanierten Häusern wirkt diese Ruine wie ein Schandfleck. Danach machen wir noch ein paar Besorgungen bevor wir das muslimische Viertel mit den Moscheen entdecken. Ein sehr interessanter Ort der Hoffnung gibt, das eine Gesellschaft funktionieren kann, in denen unterschiedliche Religionen gleichermassen friedlich leben können.

Newborn-Monument

Gedenken der Frauen-Opfer

Katholische Kathedrale – Mutter Teresa

 

Orthodoxe Ruine im Zentrum

 

Muslimisches Viertel


7. Oktober – Etappe von Pestovo nach Prishtina

Über Priluzje, Plementina und Mazgit

Am Morgen brechen wir auf zum Busbahnhof und nehmen den ersten Bus zurück. Ungefähr 500m weit vom Ort, an dem wir gestern aufgeladen wurden, geht unsere heutige Etappe los. Zunächst ein paar Kilometer an der befahrenen Schnellstrasse bevor wir diese Richtung Priluzje verlassen. Der Ort ist wieder ein serbisches Dorf mit orthodoxer Kirche und vielen Häusern. Auch hier werden wir freundlich begrüsst und angesprochen. Als wir den Ort verlassen sehen wir am Horizont ein Kraftwerk, welches wir geradewegs ansteuern. Als wir den Ort davor erreichen befinden wir uns in einer völlig verarmten Gegend. Wir laufen an einer Schule vorbei, wo uns Kinder auf meinen Pilgerstab ansprechen. Sie sind völlig begeistert und glauben ich sei ein Zauberer und Ritter. Es sind drei Jungs die much mit Händen und Füssen ausfragen. Der eine hat eine Lautsprecherbox mit aus der über einen USB-Stick Musik erklingt. Dann entdecken sie meine Sticker vom Jerusalemweg und wollen einen haben. Ich mache sie zum Geschenk und wie begeistert kleben sich die Jungs die Kleber auf die Pullover. Bessere Botschafter des Friedens gibt es nicht. Sie folgen uns ein wenig und wir diskutieren über die Möglichkeiten, was man mit einem solchen Stab anstellen könnte. Dabei wird er immer wieder herumgereicht und jeder darf mal ein Stück damit laufen. An einer Moschee zwischen Bahngleisen, Baracken und Müllbergen trennen sich unsere Wege, denn der Muezzin ruft zum Gebet. Als wir 500m weiter gehen kommen zwei der Jungs noch einmal an uns vorbei mit Skates und schenken mir ein Armband (Plastehaargummi). Eine schönere Geste gibt es nicht. Seither geht dieses Geschenk mit mir auf der Reise, an meiner linken Hand. Als wir das Kraftwerk passieren ein völlig anderes Bild. Die Häuser in Schuss und die Menschen gut gekleidet. In einem Kaffee trinken wir unsere Dosis Koffein bis uns der Besitzer anspricht. Er hat einige Jahre in Deutschland gearbeitet und berichtet uns über Krieg und die Zeit danach. Wie die meisten hat er ein sehr gutes Bild von Deutschland und den Menschen da. Es war schön zu hören, dass es für die Menschen in Kosovo aufwärts geht, auch wenn es im völligen Kontrast zu dem stand, was wir gerade noch gesehen haben. Wir durften den Kaffee nicht bezahlen und gehen wenig später weiter durch die Vororte von Prishtina, die geprägt sind von Industrie und Gewerbe. Es fahren hier extrem viele VW und BMW herum, fast mehr als in Deutschland selber. So sehen wir immer wieder kleine Werkstätten die sich auf diese Marken spezialisiert haben. Wir laufen über einen Hügel der bereits dicht besiedelt ist, an einem Nato-Quartier und der österreichischen Botschaft vorbei in die Innenstadt von Prishtina. Das Stadion ist frisch saniert und nicht so weit weg von unserem Hostel. Nachdem wir etwas gegessen haben, gehts ins Bett. In unserem Zimmer schläft ein Brasilianer mit und es gibt noch einen 1.5h Austausch über Gott und die Welt, bevor wir schlafen gehen.

Etappe: 26km / Schritte: 46 800 / Höhenmeter: 130 hoch und runter

Das Kraftwerk voraus

 

Baracken und Armut unter blauem Himmel

 

Meine Freunde

 

Prishtina


6. Oktober – Etappe von Mitrovica nach Pestovo

Über Pantina

Unser erstes Ziel des Tages war der Busbahnhof um Informationen über das Busnetz für Maria zu bekommen. Es war Sonntag und zu unserem erstaunen, war das der freie Tag in der Woche. In einem mehrheitlich muslimischen Land, hatte ich das anders erwartet. Deshalb fuhren überhaupt nur 2 Busse Richtung Prishtina. Also entscheiden wir uns einfach gemeinsam zu laufen. Über einen besiedelten Hügel verlassen wir die Stadt auf einer Nebenstrasse. Nachdem wir den Fluss Ibar hinter uns gelassen hatten, verschwanden die serbischen Flaggen und auch Kirchen und man sah in den Dörfern eher Moscheen. Die Gastfreundschaft der Kosovo-Albaner zeigze sich gleich, denn als wir zwei Äpfel kaufen wollten, durften wir diese nicht bezahlen. Links wurden wir noch von einer Hügelkette flankiert, aber das Land wurde zusehends flach. Überall waren immer wieder vereinzelte Häuser und die Menschen hupten und winkten wie die Weltmeister wenn sie uns sahen. Ein Auto hielt neben uns, der junge Fahrer war ein Albaner aus Dortmund der seine Familie besucht. Er hat wenig gute Worte für die Serben übrig und da sein Vater verstorben war, steckte er in dem Dilemma, ob er zurückkehren sollte und bei der Familie sein sollte oder nicht. Die andere Mentalität ist spürbar und ich finde es schön wie man in beiden viel Gutes entdecken kann. Die Serben sind respektvoll, bestimmt und trotzdem achtsam, während es bei albanischen Menschen viel offensiver und emotionaler zu geht. Das Lächeln der Menschen ist mitreissend. So laufen wir durch die Ebene in sicherer Entfernung zum Fluss Sitnica der uns seit Mitrovica begleitet. Hier und da, Häuser oder albanische Flaggen. Kurz vor dem Zielort werden wir von Kindern angesprochen mit drei Worten Englisch. Sie waren so fasziniert, dass sie uns 2km lang folgten in sicherem Abstand. Als wir unseren Zielort erreichen weht ein kühler Wind. Wir hatten eine Unterkunft in Prishtina, doch wie sollten wir da hinkommen? Kein Bus und kein Taxi zu sehen. Wir standen an der Hauptverkehrsstrasse die sehr befahren war und wussten nicht recht weiter. Also stellten wir uns an die Bushaltestelle und Maria machte mir Mut es mal mit Trampen zu versuchen. Das erste Mal in meinem Leben, ein komisches Gefühl. Also Daumen hoch, nach 2min. hält jemand an und will uns nach Deutschland mitnehmen, wir sehen halt aus wie Deutsche. Nun wieder zwei Minuten später sackt uns ein freundlicher Kosovare ein, der weder Englisch noch Deutsch kann. Ein wenig Austausch findet doch statt bis er wieder jemanden ans Telefon holt, der Deutsch spricht und ich die Infos geben kann die ihn interessieren. Mit einem Apfel als Geschenk bringt er uns in die Innenstadt wo wir uns einen Weg durchs Getümmel zum Hostel bahnen. Als uns der junge Kosovare die Tür zum Hostel öffnet, muss er erstmal lachen, denn Gandalf in jungen Jahren, vor der Tür hätte er nicht erwartet. Er will sofort wissen was wir so treiben und findet die Idee, am kommenden Tag zurück zu fahren um die fehlenden Kilometer bis Pristina nachzuholen absurd. Dennoch lassen wir uns davon nicht abbringen.

Etappe: 24km / Schritte: 43 200 / Höhenmeter: 120m auf und wieder runter

Mitrovica beim Verlassen

Erste Moschee der Reise (Mitrovica)

 

Der Weg in die Ebene

 

Die Berge werden hinter uns gelassen

 


5. Oktober – Etappe von Leposavic nach Mitrovica

Über Pridrovica, Socanica, Vuca, Kamencia, Loziste, Josevic und Zitcova

Also gehe ich am nächsten Morgen zum Busbahnhof um zurück zu fahren und die fehlenden Kilometer nachzuholen. Doch kein Bus fährt zur angeschriebenen Zeit los. Mittlerweile beunruhigt mich das nicht mehr, geduldig warte ich bis ein Bus ca. eine Stunde später in die Richtung fährt. Ich steige ein paar Kilometer weiter vor dem Ort, der das Ende von Gestern war, aus, um es mit der Verspätung auch wirklich bis Mitrovica zu schaffen. In Leposavic gibt es eine orthodoxe Kirche, serbische Fahnen und ein kleines Stadion, an dem ich den Ort nach der Ankunft verlasse. Über Trampelpfade geht es durch Grasland und Sträucher direkt hinauf an eine Flanke der Bergkette entlang. Nur wenige Kilometer nach dem Ort überrascht mich Stacheldraht und Wachtürme. Als ich an dem Areal vorbei komme und weiter oben hineinblicken kann erkenne ich Militärfahrzeuge und Hubschrauber unter der Nato-Flagge. Immer weiter höher geht es dem Hang entlang der mir einen traumhaften Blick ins Tal und der Schnellstrasse erlaubt. Hier oben scheint die Welt stehen geblieben zu sein, alte Bauernhöfe mit vielen Tieren wechseln sich mit Wäldern und Wiesen ab. Dazwischen immer wieder Menschen, die mich mit einem Winken und „Doberdan“ (Hallo auf serbisch) grüssen. Es geht einige Male auf und ab bis ich in einem Dorf Namens Ksmencia überraschend auf einen Serben mit gutem Englisch treffe. Das Dorf hatte keine Strasse, nur Pfade und alte Häuser. Ich musste die Einladung des Bewohners ablehnen um noch rechtzeitig vor der Dunkelheit in der Stadt einzutreffen. Danach gings steil hinunter zur Schnellstrasse, der ich weitere 8km folgte. Sie war zum Glück nicht allzu befahren und so kam ich gut voran. Danach ging es wieder den Hang hinauf durch einen dichten Wald in dem ich mich für einen kurzen Moment verlaufen hatte. Dort hörte ich das erste Mal einen Muezzin das Gebet rufen hörte. Ein Anwohner staunte nicht schlecht als ich durch das Dickicht endlich wieder auf den richtigen Weg fand. Danach ging es wieder zurück ins Tal und über den Vorort Zitcova nach Mitrovica. Der Berg mit der markanten Form war schon lange vorher zu sehen. Durch das Stadtgetümmel der serbischen Seite ging es zur Unterkunft. Der Patriotismus der Anwohner irritierte mich dennoch weiter hin. Sie wirkten verbissener als die Serben in Serbien.

Etappe: 35km / Schritte: 63 000 / Höhenmeter: 280m aufwärts + 190m abwärts und 210m aufwärts und 300m abwärts

Nato Quartier in den Bergen

Sicht ins Ibar-Tal

Die Welt steht still

Der Hausberg von Mitrovica

 


4. Oktober – Etappe von Raska (SRB) nach Jarinje (RKS)

Über Kravice und Donja Rudnica

Der Morgen beginnt grau in grau doch ohne Regen. Wir bahnen uns einen Weg durch die Stadt und hinauf auf einen Hügel, der uns einen letzten Blick zurück bietet. Ein wenig weiter kommen wir an einem verlassenen Kloster vorbei, dass sich malerisch in die Landschaft einfügt. Ein weisser Hund bewacht das Areal und so bleibt mir nur ein paar Augenblicke um ein paar Fotos zu schiessen. In Kravice versuchen wir im Supermarkt unsere letzten serbischen Dinar zu verbrauchen, doch das gelingt nicht. Wir sind etwas angespannt vor dem Grenzübertritt, denn wir haben unterschiedliche Dinge gehört die entweder Positives oder Strenge verheissen, darum haben wir kaum Hunger. Nachdem wir uns durch Waldwege mit Pfützen und Schlamm geschlagen haben, ging es noch über eine der Hängebrücken die wir des öfteren über den Fluss Ibar beobachten konnten. Etwas wackelig, dennoch fahren Autos darüber. Wir gelangen in den letzten Ort vor der Grenze, wo wir zwischen halb verfallenen oder abgebrannten Gebäuden eine Bar entdecken, nur weil diese laute Musik auf die Strasse spielt. Der etwas verdadderte Serbe kann uns dennoch einen Kaffee kochen. Als wir das Lokal verlassen, werden wir von zwei alten Serben in den Garten gebeten. Hinter zwei Bretterbuden brannten die sehr bestimmten Herren Schnapps. Wir waren eingeladen zu kosten. Da beide kein Wort sprachen, was uns geläufig ist war eine Konversation eher schwierig. Nach zwei Runden Schliwowitza mussten wir passen, denn wir wollten noch seriös genug für die Grenze sein. Das verstanden die Herren zwar nicht, aber wir konnten trotzdem von dannen ziehen. Nach 3km Schnellstrasse erreichen wir ganz unverhofft die Grenze, da unsere Karte diese weiter hinten eingezeichnet hat. Wir passieren eine Schlange Autos und lassen uns von der serbischen Polizei entlassen und werden von der kosovarischen mit einem freundlichen „Hello, how are you?“ begrüsst. Der Polizist der unsere Pässe emotionslos scannt berichtet, dass vor drei Jahren schon mal einer durchgelaufen ist um nach Jerusalem zu laufen. Verrückt! Doch das war es dann auch. Nun waren wir im jüngsten Land Europas, im Kosovo. Es folgte weitere Kilometer Schnellstrasse, an denen wir verdutzt feststellen, dass überall serbische Fahnen hängen. Auch die Schrift war noch kyrillisch. Doch wie so oft nach den Grenzübertritten, wenn die Anspannung abfällt, sind wir schnell kaputt. In Jarinje an der Hauptverkehrsstrasse sehen wir vor uns einen Bus wegfahren. Da auf den kommenden 40km kein Hotel oder Pension eingezeichnet waren und ein kalter Wind uns den Rest gibt, entscheiden wir uns nach Mitrovica vor zu fahren um dort zu übernachten. Von da aus fuhr in 2h ein Zug in diese Stadt. Da kein weiterer Bus vorbei kam, haben wir diese Zeit in der Kälte ausharren müssen. Sichtlich erleichtert waren wir als der Zug tatsächlich angerollt kommt. Im Zug treffen wir auf ein deutsches Paar mit Kind aus Berlin. Sie sind auch auf den Weg nach Mitrovica um von dort aus ihre zweiwöchige Fahrradtour vom Kosovo nach Albanien zu starten. Als wir im Dunkeln in Mitrovica ankommen sind wir wieder verblüfft. Der serbische Patriotismus scheint hier geboren zu sein. Ich sehe nur serbische Farben und Fahnen in dem etwas chaotischen Treiben am Abend. Wir laufen zu einem Hotel in der Hoffnung dort ein Zimmer zu finden, und wir haben Glück. Man war ich erleichtert. Da das Kartenlesegerät nicht funktionierte und die Geldautomaten in diesem Stadtteil nur serbische Dinar ausspucken gehe ich nach dem Bezug des Zimmers über den Fluss Ibar um dort Euro abzuheben. Nun wurde mir klar was los ist. Der nördliche Teil des Kosovo ist von Serben besiedelt. Der Fluss Ibar ist eine natürliche Grenze. Die EU hat eine wunderschöne moderne Brücke in der Stadt Mitrovica gebaut, doch kein Auto kann darüber fahren. Mit Sperren und von beiden Seiten durch KFOR-Soldaten bewacht kann man nur zu Fuss auf die albanische Seite. Ein Land und irgendwie doch nicht. Verrückte Welt. Der Norden nimmt demnach noch Dinar als Zahlungsmittel während der Rest des Landes Euro als Währung nutzt. Ein sehr lehrreicher Tag geht somit zu Ende.

Etappe: 17km / Schritte: 30 600 / Höhenmeter: 110m hinauf und hinunter

Blick auf Raska

Der Kosovo ausgeschildert

 

Nächster Grenzübertritt geschafft

 

Selbst die Berge sind hier serbisch (Flagge aufgemalt)