Aus Gottes Hand

An einer Schnellstrasse verabschieden wir uns von dem freundlichen Mann der uns so viel Gutes getan hat. Er und seine Familie hat uns am anderen Tag bei sich aufgenommen und Gastfreundschaft zelebriert, ohne sie dabei zu einem Gott zu erheben. Bei der Umarmung drückt er mir an jener Strasse noch ein letztes Geschenk in die Hand, zeigt mit dem Finger nach oben in Richtung des Himmels und sagt: Aus Allahs Händen. Aus Gottes Hand! – wiederhole ich für mich selber, um das erlebte besser zu begreifen.

Wir laufen nach dieser Begegnung weiter in Richtung Isparta, einer Grossstadt in der Türkei. Die Begegnung mit Cem und seiner Familie beschäftigt mich noch eine ganze Weile im Herzen. Einen Schlafplatz, die herzlichen Gespräche am Abend, die Mahlzeiten und Geschenke und der Support für unsere Reise waren wirklich aussergewöhnlich. Wir haben solche Erfahrungen immer wieder auf dem Weg machen dürfen, wenn sich offene Herzen treffen entsteht ein Raum voller Liebe und Zuwendung. In der Schweiz, Österreich, Ungarn, Serbien und Kosovo sind uns Menschen begegnet die diesen Raum für uns in besonderer Weise geschaffen haben. Die Begenung mit dem freundlichen Cem vor Isparta kommt mir heute besonders wegen der Geste und des letzten Satzes in den Sinn. Aus Allahs Händen! – ein Satz der mich irgendwie getroffen hat und in meinem Herzen hängen geblieben ist.

Das Bild des Himmels ist überall

Ich werde in den kommenden Wochen noch zwei weitere Begegnungen haben mit zwei gläubigen Moslems. Der Iman Mohammed vor Konya und Salih vor Karaman helfen mir, indem sie mich mit dem Auto zu einem meiner Startpunkte auf dem Weg bringen, bei denen ich am Tag zuvor die Etappe beendet habe. Im Gespräch mit diesen Männern, haben wir uns auch über den Glauben ausgetauscht. Verwundert über ihre Hilfsbereitschaft, denn sie sind für mich grosse Umwege gefahren, verweisen auch sie auf die Existenz Gottes der gute Taten hervorbringt. In der Tat werde ich auf der Reise immer wieder darauf aufmerksam, dass die gelebte Nächstenliebe in meinem Leben eher kümmerlich ist, verglichen mit jener, die mir auf dem Weg so oft begegnet.

le(e/h)res Wissen

Es ist schwer zu beschreiben, wenn mich heute jemand fragt was mir von dem Weg nach Jerusalem geblieben ist. Mehr Liebe, Zuwendung und Gastfreundschaft ist sicher eines der Wünsche, die ich in meinem Leben gern stärker ausleben möchte. In den letzten Blogbeiträgen bin ich immer wieder auf eine Aussage zurück gekommen, die ich auch heute hier nocheinmal aufgreifen möchte.

Alles deutet über sich hinaus!

Peter Elstner

Es ist eines der Learnings von der Reise die sich in meinem Alltag bestättigt. In jedem noch so kleinen Ding oder jeder Situation steckt etwas von der Weisheit des Lebens. Wenn ich mich der Realität um mich herum öffnen kann, ihr Aufmerksamkeit und Zuwendung schenke, dann werde ich etwas von den Geheimnissen des Lebens lernen. Fragend und forschend an Dinge heranwagen, ohne die Antwort vorher kennen zu müssen, führen mich zu neuen Inspirationen. Dann wird das einfache Blatt eines Baumes ein Bild für das Leben. Eine Antwort, vermeindliches Wissen, birgt die Gefahr, dass ich mich nicht mehr dafür interessiere, denn ich weiss ja bereits alles was wichtig zu sein scheint. Aufmerksamkeit und Zuwenung gelingt mir nur, wenn ich meine Arroganz verliere, die mir einreden möchte alles zu wissen. Wer in dem Blatt des Baumes nur das grüne Zellgewebe mit der Photosynthese sieht, die wir in der Schule gelernt haben, dem wird sich die Inspiration verschliessen. Ich werde achtlos an dem Blatt vorüber gehen. Nur wer Fragen hat, der wird neue Antworten bekommen. Die Weisheit in dem was uns umgibt ist allgegenwärtig. Sie lehrt mich die Geheimnisse der äusserlichen, sichtbaren Welt und genauso auch jene der unsichtbaren und geistlichen Welt. Ja, der Himmel offenbart gerade in dem Alltäglichen seine Schönheit und weitet mein Herz für die Geheimnisse des Lebens.

Lernen vom Sichtbaren für das Unsichtbare

Der Raum zum Dialog

Es ist jene Resonanz die ich lernen kann. Wenn ich mit der Welt die mich umgibt in einen Dialog trete, dann werde ich reich an Ideen und Inspiration. Ein Dialog findet nur statt, wenn ich dem Gegenüber Raum gebe sich mitzuteilen. Wie oft glaubt mein Ego, dass es niemanden braucht, weil es die Antworten bereits kennt. Gebe ich meiner Arroganz und meinem Ego diesen Raum, dann wird aus dem Dialog ein einsamer Monolog. Es wird keine Inspiration geben, denn mein Inneres wird nur die Wahrheit akzeptieren, die ich bereits kenne. Es wird sich nur das in mir erfüllen, was ich in meiner Arroganz auf den Sockel der Wahrheit gestellt habe. Doch der Himmel, ja Gott möchte mit uns in den Dialog treten. Er tut das nicht nur, aber auch, durch die Welt die mich umgibt. Wenn ich also dem Gedanken weiter folge komme ich zu einer weiteren Aussage, die mir nach der Reise immer wichtiger wird.

Gott ist in Allem und durch Alles!

Peter Elstner

Meine Bereitschaft

Die Inspiration der Welt ist ein Angebot. Ich darf lernen von dem was mich umgibt, aber kann es auch ablehnen. So kommt der Himmel nicht über mich hereingebrochen, sondern er ist ein Angebot. Gott möchte mit uns auf verschiedene Weise in den Dialog treten, er wird uns aber nie dazu zwingen. So wie der Himmel, mir seine Geheimnisse in alltäglichen Dingen offenbaren kann, so will mir Gott in jenen Dingen nahe sein. Doch auch hier ist die Zuwendung und der Raum für den Dialog wichtig. So erfahre ich Gott in Allem, denn er zeigt mir eine Weisheit, die grösser ist als die Begrenztheit meines Egos. Wie oft habe ich mir selber eine Welt, einen Gott zurecht gebogen, damit er in meine vermeindliche Wahrheit passt. Die Erfahrungen meines Lebens habe ich zu Mauern aufgeschüttet und darin einen Tempel gebaut. Dieses Dogma hat mir die Sicherheit gewährt, auf Alles eine Antwort zu haben. Dabei habe ich Gott und das Leben häufig so sehr gekrümmt, dass es hinter die Mauern in meinen Tempel hinein passt. Alles was ich mit diesem, meinem eigenen Gott, nicht in Einklang gebracht habe, wurde abgelehnt und ausgeschlossen. Es ist der Monolog eines egozentrischen Lebens, dass mich nur einsam macht. Ein Dialog entsteht nur dann, wenn ich mir eingestehen kann, dass ich irre. Ich mache mich verletzlich. Es geht nicht darum jedem Windhauch zu folgen wie ein Fähnchen, sondern in den Dialog mit Gott und der Welt zu treten und gemeinsam zu erforschen. Eine Resonanz entsteht nur aus zwei unterschiedlichen Polen, es braucht beide um einen Klang zu erschaffen. Wenn die Schwingungen der unterschiedlichen Pole beginnen zusammen zu wirken, sich aufeienander einzustimmen, dann entsteht der Ton. Dennoch braucht es beide Pole für die Resonanz. Halte was du hast (Off. 3;11), was dir an Weisheit geschenkt wurde, doch verstecke dich nicht hinter dem Dogma deines Egos. Gerade in der Verletzlichkeit liegt die Heilung. Wer in den Dialog des Himmels eintritt, der kann sich vom Leben reinigen lassen. Denn erst im Spannungsfeld des Austausches, erkenne ich die Weisheit und das beengende Dogma in mir. Doch ich muss bereit sein mich den Fragen, den Unsicherheiten, der Verletzlichkeit auszusetzen um in den Dialog des Lebens eintreten zu können.

Wechselseitigkeit des Lebens

Alles deutet über sich hinaus. Damit ist Gott in Allem und möchte mit uns Gemeinschaft haben in den sichtbaren Dingen. Wir dürfen gemeinsam lernen, erforschen und den Dingen auf den Grund gehen. Es ist kein Monolog Gottes in dieser Welt. Es ist ein Wir. In dem Masse, in dem es mir gelingt Gott Raum zu schaffen für den Dialog, in dem gleichen Masse kann der Himmel sich auch in mir selber verwirklichen. Bin ich bereit zu Fragen, oder kenne ich bereits die Antwort? Bin ich bereit zu suchen, oder glaube ich das Ziel erreicht zu haben? Wer sucht, der wird finden – Wer anklopft dem wird aufgetan. (Matt.7;8) Das ist eine der bekanntesten Redewendungen der Bergpredigt in der Bibel. Doch einige Seiten weiter in der Offenbarung 3;20 steht: Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. So jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich eingehen und das Abendmahl mit ihm halten. Es ist eine Wechselwirkung. Gott fragt nach uns. Er bricht nicht in unsere Herzenstür ein, er wird nicht die Mauern unseres Egos übergehen. Er klopft an und wenn wir ihn hinein lassen, dann wird eben jener Dialog enstehen, der so reinigend sein kann.

Gott will sich in uns und mit uns verwirklichen. Er braucht einzig und allein unsere Bereitschaft dazu.

Peter Elstner

Es ist eins der grössten Geheimnisse die ich kenne. Gott braucht unsere Kooperation um sich zu unserer Welt zutritt zu verschaffen. So wie Grenzen und Mauern Menschen trennen, so können auch unsere Mauern Gottes wirken dämpfen. Nur wenn wir bereit sind unsere Herzen zu öffnen kann seine Kraft wirken. Ja sie hat Auswirkungen nicht nur auf uns, sondern unsere Umwelt.

Dem Leben einen Raum geben

An-Wesen-heit

Ich habe viele Jahre lang am Schweigen Gottes gelitten. Erst jetzt nach dieser Reise erkenne ich den Grund dafür. Meine Vorstellung von Gott war die, einer Koexistenz in dieser Welt. Gott war für mich in dieser Welt, aber immer wie ein Fremdkörper der nicht so richtig gepasst. Seine Weisheit ist so erhaben, dass diese Erde niemals seiner Allmacht entsprechen wird. Damit habe ich Gott in die Ferne gerückt und ins Abseits des Himmels. Nur ein Hereinbrechen der Macht Gottes, würde mich und diese Erde retten können. Ein Schlussstrich unter dem Leid und dem Terror unseres Lebens. Diese Allmachtsphantasien eines Gottes, der erst schweigt und dann in unendlicher Macht in das Leben hineinpfuscht um alles wieder ins Gute zu manipulieren ist wohl wieder eines jener Spiegelbilder meines Egos. Darin versuche ich mein eigenes Sichheitsbedürfnis, meine Angst, meine Opferhaltung und meine Arroganz nichts tun zu können, zu verwirklichen. Wenn Gott dereinst mit Macht kommt, dann entziehe ich mich meiner Verantwortung für das Heute. Gott pfuscht und manipuliert nicht das Leben, sondern er bietet sich an. Die Liebe ist niemals eine Manipulation, sondern ein Angebot an das Gegenüber, geliebt zu werden. Darum wird der Himmel auch heute nicht über mich hereinbrechen, sondern den Raum dem ich ihm verschaffe, in diesem Masse möglich. Das Wunder entsteht nur dann wenn ich dem Unmöglichen einen Platz anbiete, wenn meine Antworten dem Wirken des Himmels keine Grenzen setzen. Es ist keine Formel sondern eine Beziehung in dem Unmögliches entstehen kann. Und er konnte dort kein Wunder tun – so heisst es von Jesus (Mrk.6;5). Er bricht nicht über uns hinein, sondern wo wir es ermöglichen, dort wird er wirksam. Wir können Gott zum Schweigen bringen.

Gottes Wesen ist nicht verletzbar, aber Gottes Anwesenheit ist das verletzlichste was es gibt.

Martin Schleske

So hat sich mein Ego in der Gottesvorstellung der schweigenden Allmacht nur selbst bestätigen wollen. Ich habe gedacht ich bin klug, denn das Konstrukt meines Glaubens war so komplex, dass es eine Antwort auf viele Fragen hatte. Ein starres Kontrukt ohne Leben aber mit viel Lehre. Jesus selbst betet: Ich preise dich, Vater und HERR Himmels und der Erde, daß du solches den Weisen und Klugen verborgen hast und hast es den Unmündigen offenbart. (Mat.11;25) Ich habe dem Himmel keinen Raum gegeben zu wirken, also musste er so oft in meinem Leben schweigen. Die Sehnsucht eines Liebenden ist aber der Austausch. Durch Worte, Berührung und Gemeinschaft entsteht ein Austausch der das Herz aufatmen lässt. Jeder der einmal verliebt war, kann das auf deine individuelle Weise nachempfinden. Auch das deutet über sich hinaus auf Gott. Wenn Gott die Liebe ist, dann sehnt er sich nach diesem Austausch. Er möchte sich mit mir verwirklichen. Ein Leben in der Ehe und Partnerschaft ist das streben zweier Pole sich im anderen und mit dem anderen zu einem einzigartigen Leben zu verwirklichen. Ich glaube genau darin liegt auch das Geheimnis der Gottesbeziehung. Nicht alles werde ich behalten dürfen, so manche Mauer und der liebegewonnene Tempel des Dogmas im Herzen müssen abgerissen werden um mehr Raum zu schaffen. Raum zum Forschen, Fragen, Suchen und Lernen zu bekommen. Ein Raum im Herzen, in dem ich mich durch Gott und Gott sich durch uns verwirklichen kann. Es ist die Zuneigung des Himmels, sich trotz der Allmacht von uns Menschen abhängig zu machen. Denn sonst wäre Gott nichts weiter als das Ego in reinstform, was nur sich selbst und seine Wahrheit braucht. Die Liebe, die alle Vernunft übersteigt weiss, Leben ist nur in der Beziehung zu einem Gegenüber möglich.

Neue Wege

Heilige Menschen

So kann ich heute von Mohammed, Salih und Cem lernen, die in besonderer Weise die Anwesenheit Gottes bereits gelebt haben. Für sie war die Präsenz Gottes keine Frage des Dogmas, sondern der Realität. Aus Gottes Händen, zeigt die Kooperation mit dem Himmel. Die Männer lassen sich von Gott beschenken, um darin Gott selbst zu verwirklichen und sichtbar zu machen. Sie bekommen nicht nur aus Gottes Hand, sondern sie werden auch zu einer Hand Gottes. Was für heilige Menschen, die dem Geheimnis in ihrem Leben Raum geben können. Wir alle sind dazu berufen. Ich habe dadurch Begriffen, dass Gott kein Fremdkörper in dieser Welt sein kann. Er ist eher wie die Luft. Überall zu findem, in allem vorhanden und wenn wir die Türen und Fenster unseres Herzens öffenen, geben wir der unserer eigenen Lebensgrundlage den Raum. Wir können befreit aufatmen und erwachen zu neuem Leben. Das Leben ist ein Bild des Himmels.

Peter Elstner

Ein Spiegel Gottes

English Translation

From the hand of God

At a highway we say goodbye to the friendly man who has done us so much good. He and his family took us in the other day and celebrated hospitality without raising them to a god. While embracing me on that road, he presses one last gift into my hand, points his finger upwards towards the sky and says: From Allah’s hands. From the hands of God! – I repeat for myself, in order to better understand what I have experienced.

After this encounter we continue walking towards Isparta, a large city in Turkey. The encounter with Cem and his family will occupy my heart for a long time. A place to sleep, the warm conversations in the evening, the meals and gifts and the support for our trip were really extraordinary. We have been able to make such experiences again and again along the way. When open hearts meet, a room full of love and attention is created. In Switzerland, Austria, Hungary, Serbia and Kosovo we met people who created this space for us in a special way. The encounter with the friendly Cem before Isparta comes to my mind today especially because of the gesture and the last sentence. From Allah’s hands! – a sentence that somehow struck me and stuck in my heart.

In the coming weeks I will have two more encounters with two believing Muslims. The Iman Mohammed before Konya and Salih before Karaman help me by taking me by car to one of my starting points on the way, where I finished the stage the day before. Talking to these men, we also exchanged our faith. Surprised by their helpfulness, because they have taken a big detour for me, they also point to the existence of God who produces good deeds. In fact, on the journey I am constantly reminded that the charity I have lived in my life is rather meagre compared to the charity I so often encounter along the way.

Empty knowledge

It is difficult to describe when someone asks me today what I have left from the road to Jerusalem. More love, attention and hospitality is certainly one of the wishes I would like to live out more in my life. In the last blog posts I came back to a statement again and again, which I would like to take up here again today.

Everything points beyond itself!

Peter Elstner

It is one of the lessons of the journey that is confirmed in my everyday life. In every little thing or situation there is some of the wisdom of life. If I can open myself to the reality around me, give it attention and care, then I will learn something of the mysteries of life. Asking and exploring things without knowing the answer beforehand will lead me to new inspirations. Then the simple leaf of a tree becomes a picture for life. An answer, supposed knowledge, holds the danger that I am no longer interested in it, because I already know everything that seems important. Attention and care only succeeds when I lose my arrogance, which wants to persuade me to know everything. Whoever sees in the leaf of the tree only the green cell tissue with the photosynthesis that we learned at school, will not be inspired. I will carelessly walk past the leaf. Only those who have questions will get new answers. The wisdom in what surrounds us is omnipresent. It teaches me the secrets of the outer, visible world and also those of the invisible and spiritual world. Yes, heaven reveals its beauty precisely in the everyday and expands my heart for the mysteries of life.

The space for dialogue

It is that resonance that I can learn. When I enter into dialogue with the world around me, I become rich in ideas and inspiration. A dialogue only takes place when I give the other person space to communicate. How often does my ego believe that it doesn’t need anyone because it already knows the answers. If I give my arrogance and my ego this space, the dialogue becomes a lonely monologue. There will be no inspiration, because my inner self will only accept the truth I already know. It will only be fulfilled in me what I have put on the pedestal of truth in my arrogance. But heaven, yes, God wants to enter into dialogue with us. He does not only, but also, through the world that surrounds me. So if I follow the thought further, I come to another statement that becomes more and more important to me after the journey.

God is in everything and through everything!

Peter Elstner

The inspiration of the world is an offer. I may learn from what surrounds me, but I can also refuse it. So heaven does not come crashing down on me, but it is an offer. God wants to enter into dialogue with us in different ways, but he will never force us to do so. Just as heaven can reveal its secrets to me in everyday things, God wants to be close to me in those things. But also here, attention and space for dialogue is important. In this way I experience God in everything, because He shows me a wisdom that is greater than the limitations of my ego. How often have I bent a world, a God, to fit into my supposed truth. I have piled up the experiences of my life into walls and built a temple within them. This dogma has given me the security of having an answer to everything. I have often bent God and life so much that it fits behind the walls into my temple. Everything that I did not harmonize with this, my own God, was rejected and excluded. It is the monologue of an egocentric life that only makes me lonely. A dialogue only arises when I can admit to myself that I am wrong. I make myself vulnerable. It is not about following every breeze like a flag, but about entering into dialogue with God and the world and exploring together. A resonance arises only from two different poles, it takes both to create a sound. When the vibrations of the different poles begin to work together, to tune into each other, then the sound is created. Yet it takes both poles to create the resonance. Hold what you have (Rev. 3;11), what you have been given in wisdom, but do not hide behind the dogma of your ego. It is precisely in vulnerability that healing lies. The one who enters into the dialogue of heaven can be cleansed of life. For it is only in the field of tension of exchange that I recognize the wisdom and the restrictive dogma within me. But I must be prepared to expose myself to the questions, the uncertainties, the vulnerability in order to be able to enter into the dialogue of life.

My readiness

Everything points beyond itself. God is in everything and wants to have fellowship with us in the visible things. We may learn, explore and get to the bottom of things together. There is no monologue of God in this world. It is a we. To the extent that I succeed in creating space for dialogue with God, to the same extent heaven can also be realized in me. Am I ready for questions, or do I already know the answer? Am I ready to search, or do I believe I have reached the goal? He who seeks will find – he who knocks will be opened. (Matt.7;8) This is one of the most well-known phrases of the Sermon on the Mount in the Bible. But a few pages further on in Revelation 3:20 it says: „Behold, I stand at the door and knock. If anyone hears my voice and opens the door, I will come in to him and have supper with him. It is an interaction. God is asking for us. He will not break into the door of our heart, he will not pass over the walls of our ego. He knocks and if we let him in, then that very dialogue will come about which can be so purifying.

God wants to realize himself in us and with us. He only needs our willingness to do so.

Peter Elstner

It’s one of the greatest secrets I know. God needs our cooperation to gain access to our world. Just as borders and walls divide people, so can our walls dampen God’s work. Only when we are ready to open our hearts can his power work. Yes, it has an effect not only on us but also on our environment.

The presence

So my ego has only wanted to confirm itself in God’s idea of silent omnipotence. I thought I was clever, because the construct of my faith was so complex that it had an answer to many questions. A rigid construct without life but with much teaching. Jesus himself prays: I praise you, Father and Lord of heaven and earth, for hiding these things from the wise and prudent and revealing them to babes. (Mat.11;25) I did not give heaven any room to work, so he had to keep silent so often in my life. But the longing of a lover is the exchange. Through words, touch and fellowship, an exchange arises that makes the heart breathe a sigh of relief. Everyone who was once in love can feel this in your individual way. This also points beyond yourself to God. If God is love, then he longs for this exchange. He wants to realize himself with me. A life in marriage and partnership is the aspiration of two poles to realize themselves in the other and with the other to a unique life. I believe that this is exactly where the secret of the relationship with God lies. I will not be allowed to keep everything, many a wall and the love-won temple of dogma in my heart must be torn down to create more space. To get space for research, questions, searching and learning. A space in my heart where I can realize myself through God and God can realize himself through us. It is the affection of heaven to make itself dependent on us human beings despite our omnipotence. For otherwise God would be nothing more than the ego in its purest form, which only needs itself and its truth. Love, which transcends all reason, knows that life is only possible in a relationship with a counterpart.

God’s being is not vulnerable, but God’s presence is the most vulnerable thing there is.

Martin Schleske

So my ego has only wanted to confirm itself in God’s idea of silent omnipotence. I thought I was clever, because the construct of my faith was so complex that it had an answer to many questions. A rigid construct without life but with much teaching. Jesus himself prays: I praise you, Father and Lord of heaven and earth, for hiding these things from the wise and prudent and revealing them to babes. (Mat.11;25) I did not give heaven any room to work, so he had to keep silent so often in my life. But the longing of a lover is the exchange. Through words, touch and fellowship, an exchange arises that makes the heart breathe a sigh of relief. Everyone who was once in love can feel this in your individual way. This also points beyond yourself to God. If God is love, then he longs for this exchange. He wants to realize himself with me. A life in marriage and partnership is the aspiration of two poles to realize themselves in the other and with the other to a unique life. I believe that this is exactly where the secret of the relationship with God lies. I will not be allowed to keep everything, many a wall and the love-won temple of dogma in my heart must be torn down to create more space. To get space for research, questions, searching and learning. A space in my heart where I can realize myself through God and God can realize himself through us. It is the affection of heaven to make itself dependent on us human beings despite our omnipotence. For otherwise God would be nothing more than the ego in its purest form, which only needs itself and its truth. Love, which transcends all reason, knows that life is only possible in a relationship with a counterpart.

The holy man

So today I can learn from Mohammed, Salih and Cem, who have already lived the presence of God in a special way. For them the presence of God was not a question of dogma, but of reality. From God’s hands, shows the So today I can learn from Mohammed, Salih and Cem, who have already lived the presence of God in a special way. For them the presence of God was not a question of dogma, but of reality. From God’s hands, shows the cooperation with heaven. The men allow themselves to be gifted by God, in order to realize and make visible God himself. They not only receive from God’s hands, but they also become a hand of God. What holy people, who can give space to the mystery in their lives. We are all called to it. I have come to understand that God cannot be a foreign body in this world. He is more like the air. It is everywhere, present in everything, and when we open the doors and windows of our hearts, we give space to the basis of our own life. We can breathe a sigh of relief and awaken to new life. Life is a picture of heaven.

Peter Elstner

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s