Werde Licht

Auf meinem Weg nach Jerusalem spielt das Licht eine grosse Rolle. Es begrenzt den Tag und damit den Zeitraum meinem Ziel näher zu kommen. Besonders in der abgebrochenen Winterzeit kann es zwischen Sonnenaufgang und Untergang schon mal knapp werden das Tagesziel zu erreichen. Doch auch die Lichter der Weihnachtszeit sagen mir, das Ende meiner Reise ist nicht mehr fern. Was bleibt also aus diesem Spiel von Licht und Dunkelheit?

Das Licht in der Grabeskirche vom Apostel Philippus

Der Dienst des Riesen

Vor ein paar Tagen bin ich im Dunkeln in der Stadt Denizli gestartet um mir zu Beginn der Tagesetappe die Ruinen der Stadt Laodizea anzusehen. Ich werde euch jetzt nicht wieder von den herrlichen alten Steinen berichten die zu mir sprechen, das habe ich in anderen Blogbeiträgen bereits getan. (siehe, Die geliebte Unvollkommenheit) Als ich im Morgengrauen auf dem Hügel ankomme, erheben sich die nahen Berge des Taurus über dem Nebel und Dunst. Dann sehe ich einen schwachen orangefarbenen Schimmer über der Hügelkette, der Vorbote des nahenden Lichtes. Während ich durch das Areal laufe und die Wunder der Baukunst vergangenen Tage bestaune, wird dieser zarte Schimmer immer kräftiger und kontrastreicher. Das Spiel der Farben fesselt mich und so bleibe ich stehen, zwischen den alten Säulen schaue dem Spektakel einfach nur zu. Denn irgendwann schiebt sich ein kleiner schmaler sichelartiger Rand der Sonne hinter dem Berg hervor. Es scheint, als würde ein Riese die goldene Scheibe hinter dem Hang nach oben stemmen, wenn ihr Schein immer grösser wird. Es braucht nicht viel von der Sonne um mich zu blenden, fällt mir dabei auf. Nur ein winziger Ausschnitt des grossen Lichtes genügt um die Welt mit einem goldenen Schein zu verzaubern. Das Schwarz der Nacht, weicht dem Grau und das Grau dem goldenen Glanz des Himmelskörpers. Als der volle, perfekt runde, Umfang der Sonne zu sehen ist, geht es schnell, als hätte der Riese mit seiner letzten Kraft die Scheibe in ihre Umlaufbahn gestossen, in der sie nun befreit ihren Weg antritt. Er wird nicht müde bei seiner Arbeit, denke ich bei mir, jeden Tag tut er seinen Dienst in unermüdlichem Eifer und stösst die Sonne zu ihrem Rundgang über unsere Erde. Die ersten warmen Strahlen durchdringen die Mauerreste und wärmen mein Gesicht. Die Wärme und das Licht, habe ich an diesem kühlen und grauen Morgen lang erwartet. Oft wird das Licht auch symbolisch als Bild für das innerste Geheimnis dieser Welt verwendet. Ob Gott nun für dich als Begriff passt oder nicht ist egal. Das Geheimnis des Lebens, damit beschäftigt sich am Ende jeder ein wenig, ob er (es) glaubt oder nicht, denn es ist wesentlicher Teil unserer Existenz. Wir machen dabei ganz unterschiedliche Erfahrung mit unseren Fragen nach dem Ursprung und Licht, dennoch vermute ich hinter all dem nur ein ewiges Licht. Vielleicht ist es wie beim Spektrum des Lichts, dass wir nur verschiedene Erfahrungen machen auf unserer Suche nach dem was trägt, so wie die verschiedenen Spektralfarben ein reines weisses Licht ergeben.

Der Sonnenaufgang in Laodizea

Klare Botschaft

Die Weihnachtszeit beschäftigt sich auch mit dem Zusammenspiel aus Licht und Finsternis. Das Lichterfest in der dunklen Jahreszeit ist voller Symbolik und reich an Traditionen. Für mich ist diese Zeit schon immer eine ganz besondere im Jahr. Doch in diesem Jahr, auf dem Weg nach Jerusalem, noch etwas mehr als sonst. Denn ich bin so nah am Geschehen dran wie noch nie zu vor in meinem Leben, ganz räumlich betrachtet. Doch gleichzeitig bin ich weit weg, in einem muslimischen Land, was mit unseren Traditionen nicht viel anfangen kann. Doch bin ich damit auch weit weg vom Licht der Weihnacht? Erst vor kurzem ist mir ein Weihnachtslied in den Sinn gekommen, was mich nicht so schnell wieder loslassen wollte. Bonney M hat auf einem Weihnachtsalbum ein Madley veröffentlicht, in dem sie folgende Textzeile singen:

Hear ye message is simple and clear. Time for rejoycing is finally here.

Die Nachricht die uns Weihnachten geben will, ist also einfach und klar, so heisst es in dem Liedausschnitt. Doch ich ertappe mich dabei, dass es gar nicht so leicht ist das zu sagen, was Weihnachten mir bedeutet. Und wenn ich an die 28 Weihnachtspredigen meines Lebens in den weihnachtlichen Kirchen zu Hause denke (an die ersten fünf kann ich mich nicht mehr erinnern 😉), dann hatten sich alle ein wenig schwer damit zu beschreiben, was diese klare Message für uns heute sein soll. Familie, Liebe, Geschenke und Gemeinschaft sind dann geflügelte Worte, obwohl nicht viel davon zu lesen ist in der Bibel, die ja der Grundstein dieses Festes ist. So kommen mir immer wieder diese Fragen nach dem, was mir das Fest wirklich sagen will. Am 18. November hatten wir einen weiteren traumhaften Sonnenaufgang, in der Nähe der Stadt Asos am Mittelmeer. (Ihr könnt die Etappe hier nachlesen) Der Schein der rötlichen Sonne, die im Meer emporsteigt, spiegelte sich an diesem Morgen im Wasser wieder. Es wirkte wie der Schweif einer Sternschnuppe. Bei milden Temperaturen, Palmen und Oliven, erinnerte mich das Bild trotzdem an den Stern von Bethlehem. Der Stern steigt aus dem Meer hinauf um gerade rechtzeitig am Weihnachtsabend an seinem Platz zu leuchten. Eine etwas verkitschte Vorstellung meinerseits, dennoch hat mich dieser Morgen besonders angerührt. Ich dachte bei mir: Auch mir sollte endlich mal ein Licht aufgehen, so wie dieser Stern im Meer. Heute, ein paar Wochen später, beschäftigen sich meine Gedanken wieder mit dem Licht.

Der Stern macht sich auf den Weg nach Bethlehem

Licht vom Licht

Vor ein paar Tagen sind wir vom Ort Basmaci über die Berge in das Dorf Kozluca gekommen. Bereits zuvor haben wir mit Cem, einem Bewohner des Ortes Kontakt aufgenommen, um nach einer Übernachtung zu fragen. Den Kontakt hatten wir durch Johannes Aschauer vom Jerusalemway Verein erhalten. Schon bei den Abklärungen via Whatsapp spürte ich eine grosse Zuneigung und Offenheit dieses freundlichen Mannes. Als wir an diesem Tag im Regen ankommen in dem schönen Bergdorf, werden wir bereits sehnsüchtig erwartet. Sogleich dürfen wir in die Wohnung und es uns auf der Couch bequem machen. Die beiden Töchter, die Mutter und die Grosseltern nehmen uns mit einer Offenheit und Herzlichkeit auf, dass es mich sprachlos macht, wenn ich daran zurück denke. Ein herrliches reichhaltiges Abendessen, ehrlich interessierte Fragen, offener Austausch, schlafen auf der Couch sind mehr als Geschenke, es ist ein Ausdruck von Liebe zu den Menschen. Die Grossmutter zeigt uns Bilder aus dem Fotoalbum und öffnet damit nicht nur ein Buch sondern ihre Geschichte. Wir sind Fremde, denn abgesehen von ein paar Textzeilen zuvor wissen wir nichts übereinander und werden dennoch wie liebgewonnene Freunde behandelt. Bereits beim Abendessen bemerkt Cem, dass er einen guten Geist in unserem Zusammensein spürt. Wir fühlen uns von der ersten Minute an wohl und geborgen. Keinen Finger dürfen wir rühren, alles wird für uns gemacht und das mit einer Freude, die ich kaum nachvollziehen kann. Wir haben uns viel ausgetauscht über unsere Leben und die Erfahrungen geteilt. Besonders die ältere Tochter war spürbar interessiert an unserem Leben in Europa. Eine tiefe Verbundenheit entsteht in wenigen Stunden mit allen. Ich habe in dieser Nacht so gut geschlafen wie lange nicht auf dieser Reise. Die Liebe war förmlich greifbar. Am anderen Morgen werden wir mit einem Frühstück verwöhnt und mit Proviant und Geschenken beladen entlassen. Wir wurden zuvor gefragt ob wir nicht noch ein paar Tage bleiben wollen. Doch das schwerste am Pilgern ist das loslassen. Egal ob Menschen denen man Begegnet oder Orte die verzaubern, auf dem Weg zum Ziel muss man es zurück lassen. An jenem Morgen fiel mir das besonders schwer. Ihre Herzen leuchten vor lauter Menschenfreundlichkeit und Güte. Mir wird klar, es gibt nur ein Licht, was jede Dunkelheit erhellen kann und das ist das Licht der Liebe. Durch ihre Freundlichkeit, ihre Barmherzigkeit und ihre Freunde am Teilen, wurde ich an dieses Geheimnis erinnert. Es ist schon faszinierend, dass gerade Menschen muslimischen Glaubens, sich mir als Christen gastfreundlicher, offener und liebevoller verhalten, als ich es jemals war. Gott sieht das Herz an und scheint dabei die äussere Religion als nicht so wichtig zu erachten um seine Liebe den Menschen zu zeigen. Wer sich durch ein reines Herz als Gefäss der Liebe erweist, der gibt das Licht der göttlichen Kraft weiter in diese Welt. Wenn ich so an diese Reise denke, ist mir das Licht der Nächstenliebe immer wieder begegnet. Wir haben vor der Reise, von zu Hause und in jedem Land was wir durchquert haben so viel Unterstützung erfahren, dass es mich sprachlos macht. All diese Gesten und Begegnungen sind in meinem Herzen als Lichter der Zuneigung und Liebe gespeichert. Sie zeigen mir nur eines, Gott will im Dunkel dieser Welt wohnen, nicht irgendwo, sondern in den Herzen der Menschen. Ich werde beschenkt mit Licht vom ewigen Licht.

Lauter Lichter an einem Tisch. Danke an Cem und seine Familie.

Weihnachten

An jenem 13. Dezember war Weihnachten! Denn das ewige Licht machte sich breit über Religions- und Kulturgrenzen hinweg. Ohne Dekoration, ohne Tannenbaum, Lieder und Glocken, dafür mit Muezzin, konnte ich etwas von dem Geist Gottes spüren, der sich ganz tief in die Einfachheit, Gebrechlichkeit und in die Armut dieser Welt beugt. In diesem Moment waren wir eine Familie! Man könnte uns auch als geliebte Kinder Gottes nennen. Das Licht Gottes ist immer Liebe und damit einher gehend auch Versöhnung. In dem Lied geht von Bonny M geht es wie folgt weiter:

Because of the Christ-Child there comes a new day. Taking your worries und sorrows away. There in you nature an there in your grief. Hear the message and start to believe!

Ein neuer Tag wird da verheissen, ein neuer Morgen – Licht. Es ist der Tag an dem unsere Sorgen, unsere Trauer und der Schmerz weggenommen werden. Wie könnte das anders wahr werden als durch liebegedrungene Versöhnung? Dort wo sich zwei oder drei im Licht der Versöhnung begegnen, will Gott mitten unter uns sein. Bei der Übergabe diverser Geschenke, sagte Cem: Von Allahs Händen! Er hat vielleicht mehr verstanden als ich, dass alles ein Geschenk ist und wir nicht Anspruch auf etwas erheben können. Es kommt von Allah, von Gott, vom Universum oder dem ewigen Licht, nenn es wie du willst. Es ist unsere Verantwortung das Feuer der Liebe in uns nicht ersticken zu lassen, in den Sorgen oder dem Stolz des eigenen Lebens.

Weihnachten unterwegs, eine Kerze und Liebe ist dabei.

Werde Licht!

So wie der Riese jeden Morgen, das ewige Licht auf seine Bahn stösst, und der Stern von Bethlehem sich in jedem Jahr auf den Weg zur Krippe macht, ist es für mich ein Zeichen, dass ein Neuanfang jederzeit Möglich ist. Was ich mit diesen tiefen Erfahrungen jetzt mache, kann ich euch noch nicht sagen. Was auf der Reise am 24. Dezember passiert auch nicht. Doch was ich gehört habe ist einfach und klar: Mache dich auf, werde selbst zum Licht!

Lichter Berg bei Isparta

English – Translation

Become light

On my way to Jerusalem the light plays an important role. It limits the day and thus the period of time to come closer to my goal. Especially in the broken off winter time it can get scarce between sunrise and sunset to reach the daily goal. But also the lights of the Christmas time tell me, the end of my journey is not far anymore. So what remains of this play of light and darkness?

The service of the giant

A few days ago I started in the dark in the city of Denizli to have a look at the ruins of the city of Laodizea at the beginning of the day’s stage. I won’t tell you again about the wonderful old stones that speak to me, I’ve already done that in other blog posts. When I arrive on the hill at dawn, the near mountains of the Taurus rise above the fog and haze. Then I see a faint orange shimmer over the chain of hills, the harbinger of the approaching light. As I walk through the area and admire the wonders of architecture of the past days, this delicate glimmer becomes more and more powerful and richer in contrast. The play of colours fascinates me and so I stop, between the old columns I just watch the spectacle. Because at some point a small, narrow sickle-like edge of the sun pushes itself out behind the mountain. It seems as if a giant would lift up the golden disc behind the slope when its glow gets bigger and bigger. It doesn’t take much of the sun to dazzle me, I notice. Only a tiny section of the great light is enough to enchant the world with a golden glow. The black of the night gives way to the grey and the grey to the golden glow of the celestial body. When the full, perfectly round circumference of the sun can be seen, it goes quickly, as if the giant had pushed the disc with his last strength into its orbit, in which it now freely begins its journey. He never gets tired of his work, I think with me, every day he does his service in untiring zeal and pushes the sun to its tour over our earth. The first warm rays penetrate the remains of the wall and warm my face. The warmth and the light, I have long expected on this cool and grey morning. Often the light is also used symbolically as an image for the innermost secret of this world. Whether God fits you as a term or not does not matter. The mystery of life, everyone deals with it a little at the end, whether he (it) believes or not, because it is an essential part of our existence. We have very different experiences with our questions about origin and light, yet I suspect only an eternal light behind all this. Perhaps it is like the spectrum of light that we only have different experiences in our search for what carries, just as the different spectral colours result in a pure white light.

Clear message

The Christmas season also deals with the interplay of light and darkness. The festival of lights in the dark season is full of symbolism and rich in traditions. For me this time is always a very special one in the year. But this year, on the way to Jerusalem, a little more than usual. Because I am so close to the events as never before in my life, quite spatially seen. But at the same time I am far away, in a Muslim country, which can’t do much with our traditions. But am I also far away from the light of Christmas? Only recently a Christmas song came to my mind, which didn’t want to let me go again so quickly. Bonney M has published a Madley on a Christmas album in which they sing the following line of text:

„Hear ye message is simple and clear. Time for rejoycing is finally here.“

So the message that Christmas is about to give us is simple and clear, that’s what the song says. But I find myself saying that it’s not so easy to say what Christmas means to me. And when I think of the 28 Christmas sermons of my life in the Christmas churches at home (I can’t remember the first five 😉), everyone had a bit of a hard time describing what this clear message should be for us today. Family, love, gifts and fellowship are then winged words, although not much of it can be read in the Bible, which is the cornerstone of this feast. So these questions come to me again and again after what the festival really wants to tell me. On November 18th we had another wonderful sunrise, near the city of Asos on the Mediterranean Sea. The glow of the reddish sun rising in the sea was reflected in the water that morning. It looked like the tail of a shooting star. With mild temperatures, palm trees and olives, the picture still reminded me of the star of Bethlehem. The star rises from the sea to shine in its place just in time for Christmas Eve. A somewhat kitschy performance on my part, yet this morning touched me especially. I thought to myself: I too should finally get a light, like this star in the sea. Today, a few weeks later, my thoughts are again occupied with the light.

Light from light

A few days ago we came from Basmaci over the mountains to the village of Kozluca. Already before we contacted Cem, a resident of the village, to ask for an overnight stay. We got the contact through Johannes Aschauer from the Jerusalemway Association. Already during the clarifications via Whatsapp I felt a great affection and openness of this friendly man. When we arrive on this day in the rain in the beautiful mountain village, we are already eagerly awaited. Immediately we are allowed to enter the apartment and make ourselves comfortable on the couch. The two daughters, the mother and the grandparents welcome us with an openness and cordiality that leaves me speechless when I think back. A wonderful rich dinner, honestly interested questions, open exchange, sleeping on the couch are more than gifts, it is an expression of love for the people. The grandmother shows us pictures from the photo album and opens with it not only a book but her story. We are strangers, because apart from a few lines of text, we don’t know anything about each other and are still treated like beloved friends. Already at dinner Cem notices that he feels a good spirit in our being together. We feel comfortable and secure from the first minute on. We must not lift a finger, everything is done for us and with a joy that I can hardly comprehend. We shared a lot about our lives and experiences. Especially the older daughter was noticeably interested in our life in Europe. A deep connection develops in a few hours with all of us. I slept better that night than I have in a long time on this journey. Love was literally tangible. The next morning we are spoiled with a breakfast and released loaded with provisions and gifts. We were asked beforehand if we would like to stay another few days. But the hardest thing about pilgrimages is letting go. No matter if you meet people or enchant places, on the way to your destination you have to leave it behind. That morning it möglich was especially difficult for me. Their hearts shine with all their philanthropy and kindness. I realize that there is only one light that can illuminate every darkness and that is the light of love. Through her kindness, her mercy and her friends sharing, I was reminded of this mystery. It is fascinating that people of Muslim faith are more hospitable, open and loving to me as Christians than I ever was. God looks at the heart and seems to consider the external religion as not so important to show his love to people. The one who proves himself to be a vessel of love through a pure heart, transmits the light of divine power into this world. When I think of this journey, the light of neighbourly love has come to me again and again. We have experienced so much support before the journey, from home and in every country we have crossed, that it leaves me speechless. All these gestures and encounters are stored in my heart as lights of affection and love. They show me only one thing, God wants to live in the darkness of this world, not somewhere, but in the hearts of people. I will be gifted with light from the eternal light.

Christmas

That December 13th was Christmas! For the eternal light spread beyond religious and cultural boundaries. Without decoration, without Christmas tree and without songs I could feel something of the Spirit of God, who bows deeply into the simplicity, fragility and poverty of this world. At that moment we were a family! We could also be called beloved children of God. The light of God is always love and therefore also reconciliation. The song by Bonny M continues as follows:

„Because of the Christ-Child there comes a new day. Taking your worries and sorrows away. There in you nature an there in your grief. Hear the message and start to believe!“

A new day is promised, a new morning – light. It is the day when our sorrows, grief and pain are taken away. How could this become true other than through loving reconciliation? Where two or three meet in the light of reconciliation, God wants to be among us. At the handing over of various gifts, Cem said: „From Allah’s hands! Perhaps he understood more than I that everything is a gift and that we cannot claim anything. It comes from Allah, from God, from the universe or the eternal light, call it what you want. It is our responsibility not to let the fire of love suffocate in us, in the sorrows or pride of our own lives.

Become light!

Just as every morning the giant, the eternal light, strikes its path, and the star of Bethlehem makes its way to the manger every year, it is a sign to me that a new beginning is possible at any time. What I am doing with these deep experiences now, I cannot tell you yet. What will not happen during the trip on December 24th. But what I have heard is simple and clear: open yourself, become the light yourself!

By Peter Elstner